Freitag, Oktober 20, 2017
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Interview mit Ralf Gold

> City Gents: Hallo Ralf. Du bist nun schon ziemlich lange bei den City Gents. Was begeistert Dich an den City Gents?
> Ralf Gold: Ziemlich lange? Eigentlich schon immer! Angefangen hat es vor vielen Jahren wie bei fast allen mit E (Bimmel) - Dart. Da kam eine gewisse Pia in unsere damalige Kneipe und erzählte irgendwas von Liga und Spielen und so. Wir haben dann schnell mal ne Mannschaft gegründet, war'n ja alles "Profis", zumindest meinten wir das.
War recht lustig, erstes Ligaspiel, 301 Single Out, Lampenfieber wie auf der großen Bühne, Knie und Fußzittern, aber den Gegner erdrückend an die Wand gespielt. - gut, ehrlicherweise mit viel Dusel das Ding gewonnen. Dann machte der Wirt dicht und wir fanden im Bierbrunnen eine neue Heimat. Dort ging's dann von Saison zu Saison stetig aufwärts.
Bah, A Liga inzwischen "Echte Profis" 2x die Woche Training. Im Schnitt jede Woche 50, - DM im Automat. Heute wären das (für die Jüngeren Leser), ca. 25,- €. Da hatte Michael (Heinerle) Leyb die Idee mal im City Gents Pub vorbeizuschauen, dort wurde nämlich Steeldart gespielt. Völlig umsonst! Kostenlos, - das lässt die Schwabenherzen höher schlagen!
Beeindruckend was dort geboten wurde. Wir "echten Profis" haben dort von Amateuren Prügel bekommen, das es nur so krachte. Scheise, die spielten richtiges Dart. Ohne Gebimmel, aber dafür mit echten Pfeilen und auf richtigen Boards. Und spielen konnten die!
Der Entschluss bei den City Gents einzusteigen kam recht schnell. E-Dart Saison noch fertig gespielt und dann gab's den Umstieg. Ein bunter Haufen Dartverrückte hatte sich da zusammengefunden. Hans Peter Ehrhardt, John Lennon, Jim McAndrews, Steffen Sommers um nur einige zu nennen.
Warum City Gents? Wir waren schon immer etwas anders, immer haben sich Menschen gefunden die sich verstanden, die Spaß miteinander und am Dart hatten. Sie kamen von überall her um bei uns zu spielen. Nürnberg, Wuppertal, Schwäbisch Hall und das jede Woche! Weniger wegen der Leistung, wir waren nicht schlecht, aber es gab auch viele bessere Clubs. Die Lauffener z. B. Aber es war das gewisse Etwas und ich denke das haben wir auch heute noch.

> City Gents: Mit dem Aufbau der Internetseite citygents.de bist Du ja so ziemlich alleine beschäftigt. Was reizt Dich daran so sehr?
> Ralf Gold: Och, das war eigentlich nur das neue Medium Internet was mich gereizt hat, das wie geht denn das, das muss ich mal probieren. So hab ich eine kleine Seite gebastelt für meine Bilder und so ergab sich dann das eine oder andere. Anfangs noch in html handgeschrieben, mittlerweile als CMS System mit mehreren Autoren, aber dafür immer aktuell. Ich mach eigentlich nur noch die Hintergrundarbeit, sprich die Wartung. Hin und wieder natürlich auch einen Spielbericht.

> City Gents: Du bist wieder zum Teamkapitän von City Gents I gewählt worden. Was bedeutet es Dir?
> Ralf Gold: Dart ist ein Manschaftssport im welchem der einzelne sein ganzes Können für die Manschaft einbringen muss! Aber, - ein Spieler alleine kann kein Ligaspiel gewinnen. Das geht nur wenn das Team zusammenspielt und sich gegenseitig unterstützt. Auch der Teamkäbden ist ohne seine Mannschaft nichts. Ich betrachte mich als Teil der Manschaft, nicht als Führer. Und einer muss ja die Aufstellung machen und den Spielbericht unterschreiben. Ansonsten ist das ein Stressjob, mitfiebern, mitleiden, manchmal könnt man den Jungs glatt die Darts wegnehmen und am liebsten alles selbst machen. Obwohl ich genau weiß, dass ich es nicht besser hin bekomme.

> City Gents: Für was würdest Du Deine Darts an den Nagel hängen?
> Ralf Gold: Derzeit für nichts.

> City Gents: Die Veränderungen bei den City Gents sind deutlich sehbar. Was würdest Du gerne Ändern, wenn Du alleine Entscheiden könntest?
> Ralf Gold: Äh, schwere Frage. Einfache Antwort: Nichts. Es läuft ganz gut momentan, manchmal etwas zu schnell. Die Mitglieder kommen als nicht nach. Der Präsi ist dem Volk immer einen Schritt voraus.

> City Gents: Wie siehst Du die Zukunft des Dartsports in Deutschland?
> Ralf Gold: Hm, optimistisch verhalten. Dart hat sich stark verbessert, was das Angebot betrifft. Das Image ist aber immer noch im Keller. Erst wenn das besser wird geht es richtig aufwärts. Den Boom der Engländer, den werden wir aber warscheinlich nicht bekommen. Dazu müssten DDV, PDC & die E-Dartligen an einem Strang ziehen und sich nicht gegenseitig schlecht machen.

> City Gents: Hast Du Vorbilder im Dartsport?
> Ralf Gold: Ich hatte, anfangs zumindest. Keine großen Namen, eher Einheimische Gewächse z. B. Frank (Fisch) Gabor, Roland (Kuno) Grauer. Beide bei den Ohsenhof Allstars Lauffen. Roland spielt heute noch Bundesliga, Von Frank habe ich leider lage nichts mehr gehört. Bei den Damen hat mich immer Doris Porkert beeindruckt. Eine der wenigen, welcher Heike Ernst Paroli bieten konnten.

> City Gents: Vielen Dank für das kleine Interview. Wir wünschen Dir allzeit GOOD DARTS.

 

Kategorie: Interviews

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